Die Risikoanalyse als Planungsfundament
Am Anfang jeder Systemplanung steht die Ermittlung des individuellen Schutzbedarfs. rotec bewertet gemeinsam mit Ihnen die Bedrohungslage: Welche materiellen oder immateriellen Werte sollen geschützt werden? Wie sieht das Umfeld der Liegenschaft aus (Gewerbegebiet, ländliche Freifläche, topografische Hanglage)? Auf Basis dieses Risikoprofils leiten wir die mechanischen und elektronischen Schutzklassen ab.
Erst wenn Risiken, Geländebedingungen und Detektionsanforderungen präzise analysiert wurden, lässt sich eine zukunftssichere und normenkonforme Freilandsicherung konfigurieren.
Planungsstufe 2: Das Zonenmodell (Sicherheit in Schichten)
Ein modernes, normgerechtes Sicherheitskonzept teilt das Areal nach dem Zwiebelschalenprinzip in konzentrische Sicherheitszonen ein:
- Zone 1 (Äußere Grenze): Mechanische Absperrung kombiniert mit Detektion und Abschreckung direkt auf der Zaun- oder Mauerlinie (z. B. rotec APS Stromzaun oder Flexiguard), um Eindringlinge sofort beim ersten Überwindungsversuch aufzuhalten.
- Zone 2 (Freigelände): Vor- oder nachgelagerte Flächenüberwachung mittels Perimeter-Radar (rotec Omni Guard) oder intelligenter Videoanalyse zur optischen Verifizierung.
- Zone 3 (Objekthülle): Mechanische und elektronische Sicherung von Gebäudezugängen wie Türen, Fenstern, Toren und Lichtkuppeln.
Die drei Sicherheitsstufen der rotec APS Systeme
Je nach Gefährdungsgrad stehen drei Systemkonfigurationen zur Auswahl:
1. Stufe: Mechanisch-Elektronische Detektion (Standard Security)
Geeignet für Gewerbe- und Industrieflächen mit normalem Gefährdungspotenzial. Zum Einsatz kommen passive Vibrationssensoren (Sensorkabel rotec Flexiguard) am bestehenden oder neuen Zaun. Das System detektiert Sabotageversuche und Kletterbewegungen lautlos und filtert Falschalarme durch Wind zuverlässig heraus.
2. Stufe: Aktiver Stromzaunschutz (High Security)
Empfohlen für Solarparks, Recyclingbetriebe und Rohstofflager mit hohem Einbruchsrisiko. Der rotec APS Stromzaun kombiniert optische Abschreckung, mechanischen Übersteigschutz und elektronische Alarmierung. Unbefugte Kontakte werden durch schmerzhafte, aber gesundheitlich unbedenkliche 9.000-Volt-Impulse abgewehrt.
3. Stufe: Hybrider Perimeterschutz (Maximum Security & KRITIS)
Zwingend erforderlich für kritische Infrastrukturen (KRITIS), Energieversorger, militärische Liegenschaften sowie Hochsicherheitsbereiche. Hierbei koppeln wir den aktiven Stromzaun (physische Abwehr) mit einem vorgelagerten Perimeter-Radar (Omni Guard) zur 360-Grad-Früherkennung und IP-Kameras zur automatischen Alarmverifizierung, zentral gesteuert über die Management-Software rotec Multisys.
Ausschreibung und Normenkonformität
Achten Sie bei der Ausschreibung darauf, dass die Systeme den einschlägigen VDE- und DIN-Normen entsprechen. Für Sicherheitsstromzäune ist die Einhaltung der DIN EN IEC 60335-2-76 zwingend erforderlich. rotec unterstützt Architekten und Fachplaner bereits in der Planungsphase mit vorgefertigten Ausschreibungstexten, CAD-Details und DWG-Planungsdaten im geschützten Downloadbereich.
Weitere Informationen im Ratgeber-Bereich
Dieser Fachartikel ist Teil des rotec Informationsportals zum Thema Perimeterschutz.
